Waldviertler Blödel-Advent 2017

Es ist wieder Advent im Waldviertel. Die Wiesen sind grün, die Vögel zwitschern, die Grillen zirpen im lauen Wind, der Kuckuck ruft aus dem Wald…. uuuubbs falscher Text. Versuchen wir es noch einmal.

Es ist wieder Advent im Waldviertel. Wir haben bereits den ersten Schnee gesehen, man hört die ersten Weihnachtslieder, wie Maria durch an Ficht’nwoid ging (Waldviertler Version). Und auch Herbert hat ein Weihnachtslied auf den Lippen. Er singt: „Es ist ein Ross entsprungen…“ und findet das sehr lustig. (Falls jemand das Lied nicht kennt: Es ist so ähnlich wie das österreich-bekannte Kirchenlied „Ins Wasser fällt ein Schwein“). Und weil wir zum ersten Advent alle krank waren und dringend noch mehr Aufheiterung gebraucht haben, warfen wir einen musikalischen Blick in unsere Kindheit und zu unseren Nachbarn nach Beman – sprich: Wir erfreuen uns an Karel Gott. Zenzi sieht uns mit Begeisterung zu, wie wir mit Inbrunst Fang das Licht im Duett interpretieren. Sollte einer meiner LeserInnen jetzt auf den Geschmack gekommen sein und noch mehr weihnachtliche Erheiterung brauchen, habe ich ganz unten eine Liste an Videos zusammengestellt, die man ansehen und sich in Vorweihnachtsstimmung bringen kann.

Während ich das so schreibe, habe ich auf meinen Tee vergessen, den ich zum Ziehen hingestellt habe. Herbert würde jetzt lachen und sagen: „Der Tee is scho bis noch Nebraska zog’n!“ Aber er kann nichts Blödes zu mir sagen, da die kleine kränkelnde und zahnende Zenzi gerade auf seiner Schulter schläft und er mit ihr im Wohnzimmer sitzt. Im Bezug auf Tee gibt es übrigens wieder so eine tolle Redensart im Waldviertel: Is da Tee tei do? Nein, das ist nicht chinesisch, sondern heißt vom Waldviertler Dialekt ins Hochdeutsche übersetzt nichts anderes als: Ist der Tee hier teuer?

Ich erinnere mich gerade daran, als ich das letzte Mal krank war. Das ist dank meiner Schwangerschaft schon etwas länger her. Es war während eines Skiurlaubs. Frustriert kehrte ich schließlich bei der lieben Schwieger-Tant ein und beschloss auch da, mich aufzuheitern: Ich bestellte mir Medizin und sie brachte mir einen bosnischen Schnaps, der seine Wirkung sehr schnell und zielgerichtet entfaltete. Am Ende des Tages, als ich meine Rosskur beendete, erinnerte meine Art zu reden wahrscheinlich an Hans Moser und vielleicht sang ich beim Heimgehen ein Lied, dass so ähnlich ging:  Mein Naserl is so rot weil ich so blau bin, ich trink halt für mein Leb’n gern den Schnaps. Und wenn mir auch vielleicht schon etwas flau ist; es hilft doch gegen krank sein mehr als Raps.

Wir haben auch für Zenzi schon einen Adventkalender gekauft, fressen die Schokolade aber selber. Der Opa findet das nicht gut. Er meint, wir sollen ihr gleich die Schokolade geben und sie mit den neuen Zähnen überhaupt am besten gleich an’s Eistee-Flascherl anhängen, damit der Zahn gleich wieder weg ist.

Am zweiten Adventwochenende waren wir übrigens am Weihnachtsmarkt auf der Rosenburg, der wirklich sehr schön ist. Leider haben wir Ende November den Charity Punschstand mit Erwin und Sissi Pröll verpasst. Vor allem Herbert war enttäuscht: „Beim Erwin hättats sicha a brotane Fleischhaub’m zan kauf geb’m!“ (wer keine Fleischhaube kennt: Das ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine Glatze)

Und nun zu guter Letzt:  Wer meinen musikalischen Adventkalender auf Facebook oder YouTube noch nicht gesehen hat, der kann sich jetzt exklusiv hier Waldtraud Bierdeckls empfohlene Videos für Adventstimmung und weihnachtliche Vorfreude  ansehen (sehr zu empfehlen, wenn man sich schon vor Weihnachten ganz schiach besaufen möchte) und zwar unter dem klingenden Titel Waldviertler Blödelblogs musikalischer Adventkalender 2017. Wenn man nicht alle Videos auf einmal aushält, kann man sie auch einzeln anschauen. Jeden Tag eines (dann ist man wahrscheinlich auch verstört genug). Viel Spaß beim Ansehen wünscht die Redaktion Bierdeckl!

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