Guter Hoffnung

Am 10. Jänner haben wir erfahren, dass wir ein kleines Mädchen bekommen. Bis zu diesem Tage trug das Kind den klingenden provisorischen Namen Ernest Erwin. Das lag vor allem daran, dass ich irrtümlicher Weise dachte, dass wir einen Buben bekommen. Und dass Ernest Erwin ein schöner, topmoderner Name ist. Wir haben ihn aus den Vornamen unserer leider schon verstorbenen Großväter mütterlicherseits zusammengestellt. Ernest war mein Schwiegeropa und Erwin mein leiblicher Opa. Mein Opa war – wie es sich für einen echten Erwin gehört – zu seinen Lebzeiten ein niederösterreichischer Politiker. Und seine Glatze war noch um vieles stattlicher als die vom Landeserwin.

Da ich mich aber wie gesagt geirrt habe, wurde das Kind provisorisch umbenannt auf Kreszenzia Thusnelda. Auch schön, oder?

Da freut sich doch sicher jedes Mädchen, wenn man ihm später – wenn es dann schon fressen und hören kann – erzählt: „In den ersten 23 Wochen deines Lebens hast du Ernest Erwin geheißen.“

Außerdem leide ich seit einiger Zeit unter Schwangerschaftsdemenz. Ich bin sehr verwirrt, vergesse alles und verwirre arme Waldviertler Apotheker, in dem ich z. B. 100 mg Käsepappeltee bestelle. Beruhigender Weise wurde ich schon öfter darauf hingewiesen, dass die Schwangerschaftsdemenz nach der Geburt aufhört. Sie geht nämlich anschließend sofort in die Stilldemenz über. Wer mit diesem Begriff nichts anfangen kann, sei auf dieses Video von Kirsten Fuchs zu diesem Thema verwiesen:

Auf globaler Ebene ist zu berichten, dass in Gmünd unter den Schwänen die Vogelgrippe ausgebrochen ist. Seit dem wird im Kindergarten das Lied Kommt ein Vogel geflogen vermieden, um die Eltern nicht zu verängstigen. Ich fürchte mich nicht, da mein Vogel zwar schon einiges angestellt hat, aber noch nie Grippe hatte.

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